Astrologie - "die heilige Wissenschaft"!
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Hier möchten wir Ihnen die Entstehung, den Mythos und das Wesen der Astrologie näher bringen.
In der Öffentlichkeit ist die wohl bekannteste esoterische Disziplin die Astrologie. Allein in Deutschland befassen sich heute über zwei Drittel der Bevölkerung mit ihrem Wochenhoroskop in Zeitungen und Zeitschriften. Über 40 Millionen Menschen wissen also um das Tierkreiszeichen, in dem sich die Sonne zur Zeit ihrer Geburt befand. Dies ist aber nicht nur in Deutschland so, auch in England und Amerika haben demoskopische Untersuchungen ähnliche Ergebnisse erbracht.
In diesem Zusammenhang ist ein besonderes Interesse an der sogenannten
populären Astrologie vorhanden. Ist auch die Aussagekraft dieser "populären" Astrologie relativ gering, so zeigt doch das Interesse an ihr, dass viele Menschen an ihrem Charakter und ihrem zukünftigen Schicksal Anteil nehmen.
Zum Thema Astrologie existieren drei grundsätzliche Meinungen. Die Einschätzung der Menschen teilt sich in folgende Kategorien:
1. Die erste Gruppe schwört auf astrologische Deutungen.
2. Die zweite Gruppe lehnt grundsätzlich alles, was mit Astrologie zu tun hat, als Unsinn und Aberglaube ab.
3. Die dritte Gruppe schließlich meint, es sei zwar große Skepsis angebracht, aber irgendetwas müsse an der Sache doch "dran sein".
Bevor wir fortfahren: Zu welcher Gruppe würden Sie sich zählen?
Tatsache ist, dass die meisten Vorstellungen der Laien von Astrologie grundsätzlich falsch sind. Dies steht einem besseren Verständnis der astrologischen Lehre im Wege. Die Astrologie, die "heilige Wissenschaft", umschreibt ein Wissensgebiet, das weit über 10.000 Jahre alt ist und das sich mit dem möglichen Einfluss der Gestirne auf die Erde, auf Naturereignisse, politische Geschehnisse, Anlagen, Charaktere und Schicksale von Menschen befasst.
Astrologie ist eine “Wissenschaft“, die aus den Beobachtungen der Menschen hervorgeht. Von Anbeginn war der Mensch den Naturgesetzen voll und ganz ausgesetzt. So lernte er automatisch, dass er nur während einer ganz bestimmten Zeit Früchte sammeln oder Tiere jagen konnte.
Er musste sich diesen Naturgesetzen beugen. So musste er z.B. für die Zeit vorsorgen, in der er wenig oder gar keine Nahrung finden konnte. Er musste sich also einem kosmischen Rhythmus, dem Wechsel der Jahreszeiten anpassen, um überleben zu können.
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Das Erkennen des hohen Stellenwertes der Sonne war da noch ziemlich einfach. So wurde festgestellt, dass die Sonne nicht jeden Tag an der gleichen Stelle auf- und unterging. In Schottland z.B. wurde ein primitiver Steinkreis gefunden, der uns heute noch erhalten ist. |
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Schon sehr früh gelang es den Menschen, die unzähligen Gestirne am Firmament zu Gruppen, den Sternbildern, zusammenzufassen und die Bewegung der Sonne, des Mondes und der Planeten innerhalb dieser Sternbilder exakt zu messen. |
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Später, im Mittelalter, stellte man nicht mehr nur dem Landeskönig ein Horoskop, sondern auch anderen bedeutenden Persönlichkeiten, so den Bischöfen, Päpsten, Ministern und den reichen Kaufleuten. Allerdings war es von dort noch ein weiter Weg bis zur heutigen Form des Geburtsbildes (Horoskop, Kosmogramm).
Goethe urteilte über die Astrologie:
"Wie an dem Tag, der Dich der Welt verliehen, die Sonne stand zum Gruße der Planeten, bist also bald und fort und fort gediehen,
nach dem Gesetz, wonach Du angetreten.
So musst Du sein, Dir kannst Du nicht entfliehen, so sagten schon Sibyllen, so Propheten; und keine Zeit und keine Nacht zerstückelt/geprägte Form, die lebend sich entwickelt."
Der bekannte Astronom Kepler verfasste ein Buch mit dem vielsagenden Titel: "Warnung an die Gegner der Astrologie". Schon Paracelsus
bezeichnete einen Arzt, der nicht der Astrologie kundig ist, als einen Scharlatan und Kurpfuscher.
Die heutige Milliardenindustrie Namens “Medizin“ hört dies natürlich gar nicht gerne. Sicher kann man auch die damaligen Ärzte nicht mit den unseren vergleichen. Schon aufgrund der Spezialisierung der medizinischen Bereiche ist der Lernstoff so umfangreich geworden, dass die Aneignung astrologischer Kenntnisse als fast unmöglich erscheint. Dennoch müssen wir bedenken:
Die Heilung eines Patienten hängt mit von seinem Gesamtzustand ab. Sein Gesamtzustand lässt sich aber sehr leicht mit Hilfe eines Horoskops erkennen. Wahre Astrologie war und ist ein Einweihungsweg, der über die Selbsterkenntnis und Naturerkenntnis zur Erkenntnis des Göttlichen führt.
Die Urprinzipien I.
Um zu verstehen, was Astrologie eigentlich ist, müssen wir uns den Urprinzipien zuwenden. Zur Beantwortung dieser Frage existiert bereits
ein sehr schönes Beispiel, das in einfacher Weise erläutert, worauf diese Wissenschaft beruht.
Beginnen wir mit einem Beispiel:
Versuchen Sie die jeweilige Gemeinsamkeit oder, besser gesagt, den Oberbegriff folgender Bezeichnungen zu finden:
a) Hund, Star, Ameise, Krokodil, Bär, Elefant, Forelle,
b) Blei, Steinbock, Zähne, Efeu, Klosterzelle, schwarz, Bergarbeiter,
Haben Sie die beiden Oberbegriffe gefunden? Unschwer ist der Oberbegriff bei der Aufgabe a) zu erkennen: "Tier". Dies ist einfach und leicht ersichtlich.
Sehr große Probleme bekommen wir aber bei der Lösung der Aufgabe b). Die Begriffe stehen scheinbar in keinerlei Zusammenhang. Untersuchen wir dies nun aber genauer:
Seit jeher haben die Menschen versucht, in die Vielfalt der Erscheinungsformen eine Ordnung zu bringen. Prinzipiell gibt es dafür zwei verschiedene Wege:
1. Indem man Dinge mit charakteristischen Oberbegriffen zusammenfasst, erreicht man eine Einteilung der Welt in Ebenen (Tierreich, Pflanzenreich, Mineralreich usw.).
2. Auf der Suche nach den ursprünglichen Grundeinheiten, aus denen durch Vermischung in unterschiedlichen Verhältnissen die verschiedensten Dinge hervorgegangen sind, entstand die Lehre von den Elementen. Diese erreichte in der Neuzeit einen eindrucksvollen Höhepunkt in der Ordnung des Periodischen Systems der Elemente. Die Vielfalt der Erscheinungsformen wird dadurch auf nur wenige Urqualitäten reduzierbar, und man kann sie in ihren Zusammensetzungen und Mischungsverhältnissen besser verstehen.
In diesem Zusammenhang: Wir wissen heute, dass die Materie sich nach dem Denken formt. Mit anderen Worten: Eine Manifestation auf der physischen Ebene kann nur dann erfolgen, wenn eine vorhergehende „Idee“ geschaffen wurde, die sich dann bis in die physische Ebene "ausbreitet". Ursprünglich existiert also immer zunächst die Idee. In unserer heutigen Zeit wird dies oft verwechselt.
Meist geht man davon aus, dass zuerst ein Gegenstand vorhanden ist, worauf dann der Mensch bei Betrachtung desselben das entsprechende Wort und die entsprechende Idee entwickelt. Dies ist der völlig falsche, der verkehrte Weg. Denn ursprünglich existiert, wie wir wissen, zunächst immer der Gedanke.
Schon in der Bibel steht: "Am Anfang war das Wort..." Bevor ein Maler ein Bild schaffen kann, muss zuerst eine entsprechende Idee vorhanden sein. Die Idee wird nicht durch das Bild geschaffen, sondern das Bild durch die Idee.
Für die Entwicklung eines "periodischen Systems der Ebenen (der Wirklichkeit)" müssen unsere hypothetischen Einheiten Urbilder, sogenannte archetypische Ideen, sein. Natürlich sind solche Urbausteine der Welten vorhanden, der Zugang hierzu ist aber sehr schwierig. Formulieren wir zunächst rein hypothetische Einheiten und kennzeichnen diese mit beliebigen Symbolen.
Aus den Erfahrungen und Tatsachen einer beliebigen Ebene wird durch senkrechtes Denken ein analoges Geschehen auf den anderen Ebenenerkennbar.
Betrachten wir uns zur Verdeutlichung dieses Prozesses ein einfaches Beispiel: Weiß man aus Erfahrung, dass man jeden Sonntag in die Kirche gehen muss und es anschließend zum Mittagsessen jeweils Schweinebraten gibt, so lässt sich aus der Tatsache, dass man in die Kirche gehen muss, schließen, dass es an diesem Tag Schweinebraten gibt. Dennoch hat das "in-die-Kirche-Gehen&" nicht das geringste mit dem "Mittagessen" zu tun, das eine ist von dem anderen nicht abhängig. Die einzige Übereinstimmung besteht darin, dass beide Ereignisse immer am Sonntag stattfinden. Dennoch muss dieser dritte Begriff, nämlich "Sonntag", nicht beachtet werden, um vom “in-die-Kirche-Gehen“ auf "Mittagessen" zu schließen. Aufgrund der Erfahrung lässt sich also auch ohne das Wissen um den Oberbegriff eine Gemeinsamkeit feststellen.
Natürlich lassen sich nicht alle Ebenen gleich gut zu Analogieschlüssen heranziehen. Es gilt also, eine Ebene zu finden, die für eine derartige Beobachtung besonders geeignet ist. In dembereits genannten Fall des Zoos wäre eine solche Beobachtung sehr schwierig, Vergangenheit und Zukunft wären nur sehr schwer bestimmbar.
Auf der Suche nach einer angemessenen Beobachtungs-Ebene bietet sich
der Sternenhimmel als besonders geeignet an.
Wie ein Thermometer die Temperatur misst, ohne sie deshalb zu erzeugen, so ist auch die Astrologie ein Messinstrument, das mit unterschiedlicher Genauigkeit auf verschiedenen Ebenen etwas anzeigt, ohne dass es jedoch das jeweilige Ergebnis geschaffen hätte.
Einige Beispiele mögen den natürlichen Instinkt des Menschen
für die Analogien der Urprinzipien verdeutlichen:
So sagt man von jemandem, der Glück hatte, er habe "Schwein" gehabt. Diese Ausdrucksweise ist ohne die Kenntnis von der senkrechten
Analogiekette schwer zu erklären. Die Analogiekette aber erklärt die Zusammenhänge auf sehr einfache Weise: Auf derTierebene repräsentiert das Schwein das Prinzip "Jupiter". Es ist dies das Prinzip der Fülle und der Expansion und wird daher auch als das "große Glück" bezeichnet. Es wurde also lediglich der Begriff „Glück“ durch den Begriff "Schwein" aus derselben senkrechten Analogiekette ersetzt.
Oder man sagt, jemand "hat einen Vogel". Der Vogel gehört in die Symbolkette des Prinzips "Uranus". Dieses Prinzip umfasst jegliches Unterbrechen von Kontinuität, also jedes "Aus-der-Reihe-Tanzen", "Von-der-Norm-Abweichen", also auch das "Spinnen".
Auch das Holz gehört zu dem bereits erwähnten Prinzip "Jupiter", dem Glücksprinzip. So erklärt sich der Aberglaube, man könne durch dreimaliges Klopfen auf Holz Unheil von sich abwenden.
Moderne Innenarchitekten bevorzugen bei der Einrichtung häufig eine Kombination von Schwarz und Chrom. In so gestalteten Räumen kann man fast immer eine Stechpalme als Pflanzenschmuck vorfinden. Hier haben diese Innenarchitekten mit sicherem Instinkt unterbewusst der Symbolkette des Prinzips "Saturn" entsprochen. Nur eine Pflanze wie die Stechpalme, die dem Saturn zugeordnet ist, wird in einem ebenfalls dieser Symbolkette zugehörigen schwarzen Raum als passend empfunden.
Es bleibt jedem Leser selbst überlassen, weitere Beispiele für dieses instinktive "Senkrechtdenken" ausfindig zu machen, ihre Zahl ist unbegrenzt. Ihre Bemühungen werden sich jedoch mehr als bezahlt machen!
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